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Telekommunikationssektor gleicht Wertverlust des Vorjahrs kaum aus

Während die Märkte für Telekommunikation, Medien und Technologie, kurz CMT, in ihrer Gesamtheit 2009 fast die Hälfte des Werts, den sie 2008 verloren hatten, wieder zurückgewinnen konnten, ist der Telekommunikationssektor für sich betrachtet mit nur knapp 15% Wertsteigerung weit zurückgeblieben.

05. Februar 2010, 10:35

AnalysenSelbst klassische Wertsteigerungstreiber wie Konsolidierung, Kundennachfrage und Globalisierung konnten ihre Wirkung nicht mehr so stark entfalten wie zuvor. Der fünf Jahre anhaltende Wachstumstrend im Mobilfunk, insbesondere bei Unternehmen in Schwellenländern, verlangsamte sich 2008 und kehrte sich 2009 in einen Rückgang des Markts um.

Für viele Telekommunikationsunternehmen war die Suche nach neuen substanziellen Quellen für Wertsteigerung schwieriger denn je. Dies sind Ergebnisse der aktuellen Oliver Wyman-Studie CMT - State of the Industry 2010. In der Studie wurde über einen Zeitraum von fünf Jahren die Wertentwicklung der 450 weltweit größten börsennotierten CMT-Unternehmen untersucht.


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„Unsere Ergebnisse zeigen, dass es beim reinen Kundenwachstum noch Luft nach oben gibt", sagt Gustav Oertzen, Partner und Telekommunikationsexperte bei Oliver Wyman. „Aber hiervon profitieren nur die Unternehmen, die in den richtigen Märkten vertreten sind. Es gibt nach wie vor die Möglichkeit, von neuen Diensten zu profitieren. Allerdings sind hier Flexibilität und Diversifizierung der Schlüssel zum Erfolg."

Er fügt hinzu: „Für viele Netzbetreiber wird es darüber hinaus darum gehen, den Wert jedes einzelnen Kunden optimal auszuschöpfen und damit die Umsatzrückgänge zumindest zu verlangsamen sowie aggressiv die Kosten zu managen."

Die Studie von Oliver Wyman zeigt weiterhin auf, dass es zehn Schwellenländer mit signifikantem Potenzial für Kundenwachstum gibt. Die größten Potenziale stellen Indien und China dar, ebenfalls hohes Wachstum versprechen Länder wie Mexiko, Äthiopien und Brasilien. „Unternehmen, die in diesen Märkten tätig sind, haben durchaus die Chance, ihren Wert zu steigern", betont Oertzen. „Aufgrund des massiven Preisdrucks können allerdings nur Netzbetreiber mit einem echten Low-Cost-Modell davon profitieren."

Für Telekommunikationsunternehmen, so geht aus der Studie ebenfalls hervor, wird es zu einer zunehmend größeren Herausforderung, aus neuen Diensten auch Wertzuwachs zu generieren. Die Nutzung mobiler Datendienste beispielsweise nimmt zwar stark zu, doch geraten die netzzentrischen Geschäftsmodelle der Mobilfunkbetreiber unter Druck durch die Verbreitung von Flatrate-Tarifen, die die bisher vorhandene Kopplung zwischen Nutzung und Umsatz kappt.

„Vor diesem Hintergrund sollten Telekommunikationsunternehmen versuchen‚ zweigleisig zu fahren und zusätzlich neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, die weitere Einnahmequellen erschließen", so Gustav Oertzen. „Diese werden mehr Ähnlichkeit mit Geschäftsmodellen der Softwareindustrie oder von Onlineunternehmen haben als mit den herkömmlichen der Telekommunikationsindustrie."

Gegen den Markttrend haben im Betrachtungszeitraum einige wenige Telekommunikationsunternehmen außerordentlich gute Wertentwicklungen auf Basis des Shareholder Performance Index (SPI) von Oliver Wyman gezeigt. Hierzu gehören auch die zwei Europäer Telefonica und KPN. Weitere Unternehmen sind América Móvil, China Mobile, Bezeq, Empresa und Starhub.

Autor: Oliver Wyman

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Technologiesektor gewinnt deutlich an Wert zurück
• Telekommunikationssektor gleicht Wertverlust des Vorjahrs kaum aus

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